Tierrechte

 

Genauso wenig wie es geborene Sklaven gibt, gibt es „Nutztiere“ oder Lebewesen, die für die „Milchproduktion“ geboren werden. Bezeichnungen und Funktionen werden ihnen aufgedrückt und von Menschen zugewiesen. Diese sind veränderbar und keine Tatsachen.

 

Gewohnheit und Geschmack können das lebenslange Leiden und die grausame Tötung unzähliger Individuen nicht rechtfertigen. Auch wenn viele Menschen selbst keine Tiere umbringen könnten - für die Tiere spielt es keine Rolle, wer sie tötet. Kauf und Konsum von tierlicher Milch sind ein Auftrag zur Gefangenschaft und zum Töten und fördern ein System aus Ausbeutung, Profitgier und Tierleid, aber auch von Lebensmittelskandalen und Krankheiten, unter Menschen und Tieren.

 

Tiere sind keine Ware, keine Lebensmittel und kein „Nutzvieh“, sondern individuelle leidensfähige Lebewesen mit eigenen Interessen und vielfältigen Bedürfnissen.

 

Sie müssen aus menschlichen Verfügungszwecken befreit und ihr Lebens- und Freiheitsrecht anerkannt und verteidigt werden. Ernährung ist längst keine Privatsache mehr, sondern betrifft zwangsläufig immer andere, deren Interessen berücksichtigt oder verletzt werden. Jeder Mensch entscheidet sich bei seinem Konsum für oder gegen Leiden, Schmerzen und Tod. Die Überwindung der Unterdrückung von allen Tieren, einschließlich den Menschen und ein Ende der systematischen physischen und psychischen Gewalt an ihnen sollte grundlegendes Merkmal einer freien, gerechten und solidarischen Gesellschaft sein.

 

Menschen und Tiere müssen aus all den unerträglichen, erniedrigenden und fremdbestimmten Gewaltverhältnissen befreit werden. Denn jedes Leben zählt und jedes Individuum sollte allein über sich bestimmen dürfen. Ausbeutung gilt es grundsätzlich abzuschaffen. Die Forderung nach Freiheit und Unversehrtheit muss für alle gelten, für Menschen und Tiere.

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